2018
10.01

Das Filter Mag veröffentlichte erst vor kurzem ein sehr interessantes Interview mit dem leiblichen „Vater“ und Betreiber des legendären belgischen R&S Label. Renaat Vandepapeliere spricht immer noch über sich: „Ich bin ein sechs Jahre altes Kind“. Der R&S Musikkatalog füllt mittlerweile ganze Enzyklopädien – das alles umfaßt Veröffentlichungen, Berichte und Erlebnisse von Künstlern aus mittlerweile 25 Jahren Ravegeschichte. Im Interview spricht er über Spannendes aus dieser Zeit. Wir sind immer noch Fans der ersten Stunde, denn das Label prägte damals entscheidend die elektronische Musiklandschaft mit Künstlern wie Aphex Twin, Ken Ishii, Biosphere und Locust.

“Aber schau mal: Aphex Twin verkauft heute noch Platten und Jaydee, naja, das landet vielleicht noch mal auf einer Compilation. “
Renaat Vandepapeliere, R&S

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2017
22.12

2017
16.12

Mittlerweile schon 25 Jahre auf dem Buckel – BONZAI ist das belgische Bäumchen aus Antwerpen, das Bumm Bumm macht. So richtig waren wir nie eingefleischte Fans des belgischen Labels, doch hatten dort großartige Trancehymnen ihr Zuhause gefunden. Acts wie Jones & Stephenson, Cherrymoon Trax und Yves Deruyter waren ein Floorfiller-Garant in den 90ern auf Bonzai Records. Wer etwas über die Hintergründe und Geschichte des Labels erfahren möchte, dem sei diese gut aufbereitete Dokumentation zu empfehlen. Sehr authentisch und eindrucksvoll erfährt man, wie erfolgreich das ganze Unternehmen war und 2003 letztendlich „tief“ in eine Krise abrutschte. Let the Bonzai flag fly again!

“Wir verkauften mehr T-Shirts als Schallplatten –
You could just put a DJ name on a T-shirt and everybody wanted one.“
Fly, Owner Bonzai Records

2017
07.12

Jede Woche in den 90er am Samstagabend gab am zwei Stunden feinsten Techno-Hörgenuss auf BFBS Radio 1. Die Steve Mason Experience auf BFBS wurde vom Geheimtipp Anfang der 90er zur festen Institution. Zwei Stunden lang zelebrierte Steve die Welt der elektronischen Musik.

Er stellte neue Platten vor, die ihm gefielen. Es war nicht nur ein Style oder ein Genre. Von Breakbeats, über House in allen Variationen bis hin zu Hardtrance war alles möglich. Diese Offenheit machte die Show zu etwas besonderem. Und als ob das nicht genug wäre, gab es eigene Steve Mason Experience Show Jingles, die von Zeit zu Zeit zwischen zwei Tracks oder vor den wöchentlichen Mix geschoben worden. Die Jingles waren lustig, clever und von erstaunlich hoher Produktionsqualität.

Dass Steve auf Englisch moderierte und nach einer Stunde die BFBS News auf Englisch eingeschoben wurden, störte überhaupt nicht. Es gab dem ganzen ein besonderen Charme. Für viele wurde das Aufnehmen der Steve Mason Experience Show zum festen Ritual. Zwei Stunden hieß im Regelfall zwei 60er Kassetten. Alternative haben auch einige nur die Mixe aufgenommen, denn die Qualität der Mixe war überragend und die Auswahl der Tracks jedes Mal eine Freude.

Die Steve Mason Experience Show startete 1991 auf BFBS Radio 1. BFBS war (und ist) ein Radiosender für die in Deutschland stationierten britischen Truppen. Für den Namen Steve Mason Experience Show liess sich Steve von dem Sample „The Saturday Experience Show“ auf einer Mikey Dread Platte inspirieren.
In den ersten beiden Jahren spielte Steve Mason britische Dance Charts und britischen Rave Sound. Der Mix war zu dieser Zeit noch sehr kurz (15-20 Minuten). Ab 1992 spielte er immer häufiger deutschen elektronischen Techno Sound. 1993 und 1994 waren die Jahre in der die Steve Mason Experience Show zu dem wurde, an das sich heute alle erinnern. Eine Mischung aus Acid, House, Techno und keine Angst vor Hardtrance/Goa Sounds. Die 45-60 Minuten langen Mixe – Steve Mason In The Mix – wurden zu einem dauerhaften Bestandteil.

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2017
01.12

Rüdersdorf/Woltersdorf, 1993/94. Gernot und Szary lernten sich in der Schule kennen und verfielen schon früh einer Musik, die bis dato nur im Underground funktionierte. Gernot: „Als ich den Schulhefter von Szary auf den Tisch des Musiklehrers sah, war ich erstaunt, das der Typ schon seinen Namen im Graffiti Tag schrieb und dachte „cooler Typ“.“

Liebevoll gemachte 75 minütige Dokumentation über zwei am Anfang ungleiche Kids, die ihre gemeinsame Liebe zu Techno entdeckten. Dieser Film gibt intime Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart der Musiker, Freunde und Wegbegleiter.
Einige Parallelen zu unserer ostdeutschen Vergangenheit in Thüringen konnten wir darin auch entdecken. Man könnte glatt sagen: bei uns war es ähnlich, denn Jugendliche aus dem Osten Deutschlands hatten aufgrund einer vorherrschenden Orientierungslosigkeit in der Gesellschaft eine besondere Energie und Enthusiasmus für diese Musik entwickelt. Leerstehende Farbikhallen boten dann nur noch den Nährboden zum Ausleben in dieser beschriebenen Musikkultur.

Danke Modeselektor und danke Holger Wick für das Bereitstellen dieser Doku.

2017
27.10

2017
06.10

2017
29.09

Wer damals ins Planet, Walfisch oder Bunker ging, kann sich noch ganz gut erinnern, wie dunkel und ekstatisch eine Nacht ablief. Strobos, Blitze und Schweiß waren ständige Begleiter und die Musik noch roh und unverdorben. Jetzt sind besonders lange und interessante Einblicke aus der damaligen Zeit als Videoclips aufgetaucht. Wir fragen uns die ganze Zeit, wer hat es solange ausgehalten, mit der Kamera auf der Tanzfläche zu verweilen und auf Aufnahme zu drücken…?

2017
11.08

„The Holy Grail of Electronic Music Documentaries“.
Turku, 1995. Jimi Tenor filmte einige Aufnahmen mit seiner 16mm Kamera und brachte auf einem VHS Tape die Doku „SÄHKÖ -THE MOVIE“ heraus. Jetzt kann man dieses seltene Filmdokument exklusiv bei Boiler Room anschauen. Nach dem diesjährigen Tod von Mika Vainio wirken die grobkörnigen Aufnahmen sehr radikal und wie aus einer anderen Welt. Alle damaligen Sähkö Artists und ihre z.T. neuartigen Klangforschungen sind in kurzen Einstellungen zu sehen. Zwanzig Jahre nach dem Release ist dieser Film noch immer ein wichtiges Zeugnis der damals aufkeimenden Technobewegung.

2017
07.08

Seit unserer diesjährigen Party im April sind einige Monate vergangen. In den Furchen unseres Aufnahmegerätes tauchte heute der fast 3-stündige Mind-Trip von Jana Clemen auf. Sie gestaltete den Anfang unseres Abends und legte gleich kräftig los. Dies war auch der Beginn einer unvergesslichen Nacht im Kassablanca Jena. Danke Jana!