2020
12.13
jetpilot

An einem unscheinbaren Samstag Nachmittag vollzog sich ein Wiedersehen mit RAVE-Geschichte. Jetpilot aka ZIL-157 landete im Jenaer Schillergäßchen aus einer fast vergessenen Zeit und stieg mit diversen Mode Accessoires, Lieblingsplatten und einem Thüringer Flyerkonvolut aus seinem Raumgleiter.

Er hinterließ uns folgende Nachricht: »… aus der Thüringer Provinz kommend, war Berlin für uns immer die 5. Galaxie. Unserem Pilotenvorbild Kid Paul verdanken wir den ausgiebigen Exzess und die vielen schönen gemeinsamen Stunden auf der Tanzfläche.«
Danke, euer Jetpilot ZIL-157.

Die 10 schönsten RAVE Tracks vom Jetpiloten könnt ihr hier nachlesen »
Ein Dank geht auch an das Fatplastics in Jena für die Gastfreundschaft.
Bilder: ©tociwashere 2020

2020
12.08

DJ Foch war mit DJ Mikk zusammen einer der ersten DJs, der Techno 1991 im beschaulichen Jena drehte und damit diese neuartigen Klänge in unsere Saalestadt hereinspülte. Das Kassablanca Jena im damaligen Villengang war erste Anlaufstation für Techno & House. Nächstes Jahr feiert man in Jena 30 Jahre Techno & House, man darf gespannt sein. Hier ein echter CLASSICS Mix von ihm.

2020
12.05

Bei einem Rave in den 90s in Jena habe ich damals gesehen, wie DJ Rok scratchte. Das war etwas, von dem ich bisher nur gehört habe. Foch, Mikk und ihre Freunde spielten Green Velvet, Dance Mania, DBX, Josh Wink, Joey Beltram, Neil Landstrumm. Das prägt meinen Geschmack von hochwertigem Techno & House bis heute. Dieser Einfluss von damals wird mir nicht vorenthalten bleiben.

flyerNeulich kam Post aus dem Dresdner Uncanny Valley und wir staunten nicht schlecht von Sneaker zu lesen, der uns aus den Jenaer Anfangstagen der früheren Rave Kultur ein Begriff war. Ein frisches Interview über Einflüße, Obertöne und offensichtlich harte DJ Übergänge. Ein kleines Feature über ihn in der Rubrik „Mein schönster Rave“ gab es auf unserem Blog.

Seit geraumer Zeit produziert er eigene Tracks, Edits & EPs, die eine kleine Huldigung an vergessene Zeiten hervorrufen: „Für mich gibt es nicht das Original. Alles hat sich aus Inspiration & Kreativität entwickelt. Nach vielen Generationen sind die Spuren gar nicht mehr zu erahnen. Sie sind inhärent und darüber hinaus müssen sie nicht unbedingt als zitiertes Wissen von Bedeutung sein, um die Zukunft zu gestalten.“

2020
11.16

ESO steht für „Das Elektronische Schwingkreis Orchester“ und ist ein neues spannendes Musikprojekt des Komponisten, Musikproduzenten, Bassisten & DJs Jörg Henning (Terri Belle) und des Mix- und Mastering Engineers Frederic Stader (DJ Maxximus) aus Berlin. Heute wurde das Album „Am, auf und im Wasser“ veröffentlicht und ich traf mich an einem Ort der Stille mit Jörg Henning, um ihn ein paar Fragen zum Album zu stellen.

terribleSehr klassisch entspringt der Sound wie aus einer Quelle. Etwas beseeltes, locker anmutend wie schwebendes Material, kurzum: Musik wie fließendes Wasser. Die Titelnamen der Tracks haben auch einschließlich alle mit dem Element Wasser zu tun. Deine Beziehung zu diesem Element scheint sehr ausgeprägt zu sein, woher resultiert das?

Das ist natürlich das Resultat eiskalter Berechnung, Wasser ist ein ähnlich omnipräsentes Thema wie die Liebe, damit kann einfach fast jeder Mensch etwas anfangen. Aber im Ernst: Ich wohne am Fluß, das macht schon was mit einem. Am anderen Ufer gleich gegenüber ist ein Park, jeden Tag zieht es die Leute dort ans Ufer, Menschen treiben Sport, spazieren, lesen oder sitzen einfach nur am Wasser, alle suchen die Nähe zum Fluss. Ich denke nicht, dass meine Beziehung da besonders ist, es ist einfach ein ganz natürlicher Instinkt, es fühlt sich lebendig und gut an.

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2020
11.08

Seltenes Caspar Pound Interview – bekannt auch als The Hypnotist und Gründer von Rising High Records – zusammen mit Colin Faver auf KISS FM London. Das Label Rising High wurde 1991 in London gegründet, spezialisiert auf Techno und bekannt für seine hochkarätigen Ambient Chillout Releases. Erster Charterfolg war dann auch gleich Homeboy, a Hippie and a Funki Dredd von Total Confusion. Wir sind Fans der ersten Stunde! R.I.P. Caspar 2004. See ya in Heaven*

2020
10.21
mikk

Treuhand Tech(kk)no im Eiermannbau Apolda ist die erste Station eines künstlerischen Rechercheprojektes in ganz Ostdeutschland. Die Ergebnisse werden als Installationen, Gespräche und DJ*Sets vom 29. – 31. Oktober 2020 präsentiert.

Im Erdgeschoss der ehemaligen Weberei Apolda lädt man am Freitag, den 30. Oktober, zur begehbar geloopten Installation sowie interessanten Gesprächen mit DJ*s aus vergangenen Zeiten! Ab 18 Uhr sind OPEN TURNTABLES, d.h. bringt einfach Eure Techno Platten zum Auflegen mit. Wir freuen uns schon jetzt auf den musikalischen Gast DJ MIKK – ein Vorreiter, der exemplarisch für den Thüringer Techno & House Sound der 90er Jahre steht.

2020
10.17

Unser langjähriger Begleiter Nicola Candelaria lieferte uns einen Mix mit 90 Minuten Länge. Eine Gesamtaufnahmezeit, die in den good old Rave-days in der Regel eine Kassette an Aufnahmekapazität hatte, bevor es Mp3 und beschreibbare CDs gab. Insoweit auch hier eine kleine Hommage an dieses Speichermedium, das gerade nicht nur im elektronischen Musik-Buiz wieder entdeckt wird, sondern genreübergreifend ist.

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2020
10.11

Live Performance von Speedy J auf der ersten Mayday zur „Rettung“ des Radiosenders DT64 in der „Halle“ Berlin Weissensee.

2020
09.29

Der klimatische und musikalische Wechsel von Sommer auf Herbst. Stimmungen und Momente einer unvergeßlichen Klaviernacht mit Harald Blüchel in Bildern eingefangen. Der Künstler schrieb uns: »… ich bin immer noch sehr von den Tagen in Jena bewegt und denke mit viel guten Gefühl auf sie zurück. Danke, Harald.«

Ein Dank geht auch an das TRAFO in Jena.
Bilder: ©Daniel Mauss 2020

2020
09.21

Die Vögel in den Bäumen singen Lieder, keine Musik aus den Boxen, kein kürzliches Heimkehren am Sonntagmorgen aus dem Club. Die Welt hat sich geändert – guten Morgen 2020. Statt des üblichen Sonntags-Post-Party-Programms sitze ich auf dem Balkon und schreibe diese Zeilen. Wohl genährt vom Frühstück mit der Liebsten und ohne Piepen im Ohr (vom Tinnitus). Es ist ruhiger geworden und ich finde das gut so.


Doch was ist eigentlich passiert? Ein Virus hat nicht nur die Welt durchgeschüttelt sondern auch die Musikszene. Gab es 2019 noch ein Überangebot an Raves überall, spielten DJ’s zu 4- oder 5stelligen Summen in riesigen Hallen oder Stadien, so gab es nun eine Bremse. Hart für diejenigen die alles auf diese Karte gesetzt haben. Und sicher möchte ich nicht aus meiner bequemen Situation heraus auf sie herab schauen und sie verhöhnen. Doch was ist wirklich essentiell im Leben? Ist es das Wochenendliche prokrastinieren im Club (egal ob vor- oder hinter dem Pult) um von den eigenen Baustellen im Selbst abzulenken? Oder ist es die Zuneigung im engen Kreis? Freunde, Familie und die Grundbedürfnisse? Selbsterfahrung und Freude? Oder gar die goldene Mitte von all dem?

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