Eine Perle! Die komplette Sendung mit Carl Craig – damals live im deutschen Fernsehen auf VIVA – ist online. Die Sendereihe HOUSE TV war in den 90ern sehr erfolgreich und wurde moderiert von Mate Galic und Sabine Christ.
Carl Craig war definitiv ein Highlight in der Sendereihe: locker flockig erzählt er über seinen ersten Auftritt mit Derrick May in England und einer Diskette im Synthi, die live nicht funkte und Fehlermeldung gab. Zum Glück legt er auch noch heutzutage auf, denn im Interview meinte er Abstand vom DJ-Sein zu nehmen, um dadurch sich mehr auf Live Produktionen zu konzentrieren. Umrundet wird die ganze Sendung von einem seltenen Vinyl DJ Mix, beginnend mit dem Klassiker „At Les“. Timeless!
Danke Carl & Mate!
Der aus Erding in Bayern stammende Rokitta sammelte während seiner Schulzeit erste Erfahrungen als DJ. Mitte der 1980er Jahre zog er nach Berlin und war dort ab 1989 in der Berliner Techno-Szene als DJ aktiv, zunächst unter dem Namen Rokki und dann als DJ Rok. Seit 1991 war Rok neben Tanith und Jonzon einer der ersten Resident DJs des damals neu eröffneten Clubs Tresor.
Kleine Rave Strikes Back Historie am Rande: DJ Rok war genau dreimal in Jena zu Gast, 1x im Kassa Paradiescafe im FEB 1993, 1x im Kassa Villengang im NOV 1993 und 1x auf dem Timeless Festival 1995 in Jena-Nord.
Sowas findet man nicht alle Tage im Netz, ein Mix ausschliesslich bestehend aus DJ ROK Tracks und Remixen, zusammengestellt von Finn Johannsen!
Wegbegleiter und musikalischer Zeitgenosse seit über 30 Jahren und ein Wissensfakt für einige Historiker: im Jahr 2020 war er zu Gast mit einem exklusiven Klavierkonzert im Jenaer TRAFO.
Frisch präsentiert sich Harald Blüchel nun in diesem kürzlich veröffentlichten Interview und wir erfahren von ihm einiges über seine frühe Liebe zum Jazz (“ ..möchte gerne wieder Onkel Armstrong hören“). Die frühen Pianolessons waren dabei prägend für seine Entwicklung und darauf folgten turbulente Zeiten am musikalischen Konservatorium. Der Track LOOPS OF INFINTIY wird im Interview unter die Lupe genommen und Harald argumentiert, warum er eine Begeisterung für amerikanische Synthesizer entwickelte. Danke Harald!
35 Jahre sind kein Techno-Pappenstiel. House & Techno sind in Jena seit Beginn der 90er Jahre stetiger Veränderung ausgesetzt. Die Stunde Null für Techno in Jena war im Oktober 1991 an dem Ort, wo alles begann: im Kassablanca.
Die kontinuierliche Liebe und der Spirit zur Musik sind noch immer präsent und so soll nun auch dieser Abend im Zeichen eines Gemeinschaftsgefühls stehen, welches das Damals und Heute auf die Tanzflächen bringt: mit tatkräftiger Unterstützung durch bekannte „Berliner-Techno-Fachkräfte“.
Im Sinne von Rave Strikes Back und dem Überraschungsgefühl: die musikalischen Protagonisten der Nacht werden in nächster Zeit hier veröffentlicht.
Wir freuen uns auf Euch und unschlagbare Early Bird Tickets gibt es ab sofort.
Fr. 02.10.2026 von 22.00 – open end
Kassablanca Jena Early Bird Tickets >Facebook Event >
So steht es im Netz: „Washing Machine“ ist eine Party im Old-School-Stil, die hin und wieder stattfindet. Ihr bringt den Schmutz mit, wir bringen ihn zum Glänzen. Wir verkaufen, kaufen oder warten keine Wäschereimaschinen.
Wenn man sich jetzt fragt woher das alles kommt, sollte man weit in die Anfangszeiten von House & Techno in Berlin zurückblicken. Eine Partyreihe wie ein Fest, das ohne verstaubte Nostalgie die Anfänge des ganzen Rave-Wahnsinns zelebriert. Das Energielevel der alten Platten wirkt auch fast 35 Jahre nach dem Startschuss immer noch extrem euphorisierend, interessant dürfte der jeweils eigene Blickwinkel auf die Zeit von Clé, Terrible, Filippo Moscatello und Finn Johannsen werden. The House that Jack built.
Wir freuen uns auf euch… Let’s gather and misbehave.
Cle, Terri, Filippo & Finn!
02.05.2026 von 23.00 – open end
Paloma Bar, Skalitzer Str. 135, 10999 Berlin … Infos >
„Zahlen und Schwingungen bilden die Kommunikation der künftigen Menschheit“, sagt Jeff Mills. Mit seinem Label UNDERGROUND RESISTANCE begann er in Detroit Musik zu erschaffen, die heute als „zeitlos“ gilt.
Die interessante dctp Fernsehreihe (Primetime vom 25.02.2001) lief damals nachts auf RTL und wurde inhaltlich von Alexander Kluge (Ruhe in Frieden) kuratiert.
Man sieht atmosphärisch dunkle Aufnahmen aus dem TRESOR, kombiniert mit einem Interview des Künstlers, in dem er über seine Pläne berichtet, sein Studio in der Form einer Spinne aufzubauen. Er selber spinnt die Fäden, ist aber nicht das Herzstück der Formation. Desweiteren wird darüber philosophiert, Sprache aufzulösen und Bilder in einer Sequenz ohne Worte zu gebrauchen, nur über Zahlen zu kommunizieren. Mills wortwörtlich: „Die Sprache ist ein Ärgerniss, ich realisierte dies, nachdem ich meine Schallplatten über mein Label in der ganzen Welt verkaufte.“
Vor 25 Jahren wurde das Interview aufgenommen, zeitlebens sind immer noch zukunftsweisende Thesen enthalten, wie auch diese: „Der Hersteller von elektronischer Musik ist ein Mensch von Morgen. Jeder kann das sein der mit der Technik arbeitet, um unser Leben morgen besser zu gestalten.“
Eine NDR Doku führt zurück zu legendären Diskotheken-Orten: vom „Zeppelin“, der damals größten Großraumdiskothek im Norden, über das alternative „Subway“ in Kiel bis zum „Hyperdome“ in Mecklenburg-Vorpommern und dem Techno-Club UNIT auf St. Pauli. U96 Alex Christensen, Sven Dohse, UNIT Tobias Lampe sowie zahlreiche Diskothekenbesitzer erinnern sich und an einigen Stellen erscheint auch Legende Gary D.
Jonzon alias Jürgen Stöckemann ist unser stetiger Wegbegleiter für elektronische Musikgeschichte, wenn es darum geht, die Urkeimzelle der frühen Berliner Clubszene zu definieren. Protagonist und DJ seit Mitte der 80er und seinerzeit Resident DJ im Tresor, Planet und E-Werk. Zweimal durften wir uns auch freuen, denn er war als DJ in Jena zu Gast bei RAVE STRIKES BACK.
1983 spielte er auch das Schlagzeug in der Berliner Punk-Jazz-Band Zatopek. Seit 1985 trat er als DJ in Berliner Discos auf, unter anderem im Bee Hive oder im Blue Note – einer Jazzbar am Rand von Schöneberg. Ab 1991 erschienen auch eigene Platten, teilweise in Zusammenarbeit mit Musikern wie Harald Blüchel (Cosmic Baby) als Projekt Vein Melter.
Im GROOVE Interview stellt Jonzon fünf Stücke aus fünf Jahrzehnten vor, die am Samstag im OHM laufen werden.
Tresor-Macher Dimitri Hegemann lernte Jonzon schon 1989 kennen, schließlich war Hegemann auch in einer Reihe von Bands aktiv. Kein Wunder also, dass Jonzon nun bei einer weiteren Session des Phuture Channel am 24.1.2026 im OHM auftritt. Was sich Hegemann bei seinem neuen Format gedacht hat?
„Stellt dir einen musikalischen History Channel vor. Dieser Kanal spürt die Tracks auf, die zu den Sounds geführt haben, die wir heute hören.”
Samstag 24. Januar 2026 ab 16 Uhr
History Channel mit JONZON im Ohm
Köpenicker Str. 70, 10179 Berlin
For those who want to know.
Ein brandneuer Bildband zeigt das Berliner Nachtleben der 90er – rau, frei und voller Gemeinschaft. Eine visuelle Erinnerung von Christian Stemmler. Für das Monopol Magazin wurde er interviewed und gibt in wenigen Zeilen tiefsitzende Eindrücke in eine unbedarfte Zeit.
Auf dreckigen Sofas sitzen sie in ungestalteten Clubs oder Kneipen, vor VW Golfs, in VW Golfs, an U-Bahnhöfen. Rauchend, natürlich immer rauchend. Wir sehen Caro-Hosen und Fred-Perry-Shirts, den jungen Sven Marquardt (Berghain) in Stiefeln.
Tanith hat schon immer aktiv die Technoszene kommentiert und mit seinem Blog kritisch begleitet. Berlin Booth hat sich mit ihm deshalb nicht nur über seine 40-jährige Karriere unterhalten, sondern auch über Revival-Kultur, Agenturen in der Techno-Szene und Alterdiskriminierung. Tiefe Einblicke in eine dichte Zeit.