2020
10.21

Treuhand Tech(kk)no im Eiermannbau Apolda ist die erste Station eines künstlerischen Rechercheprojektes in ganz Ostdeutschland. Die Ergebnisse werden als Installationen, Gespräche und DJ*Sets vom 29. – 31. Oktober 2020 präsentiert.

Im Erdgeschoss der ehemaligen Weberei Apolda lädt man am Freitag, den 30. Oktober, zur begehbar geloopten Installation sowie interessanten Gesprächen mit DJ*s aus vergangenen Zeiten! Ab 18 Uhr sind OPEN TURNTABLES, d.h. bringt einfach Eure Techno Platten zum Auflegen mit. Wir freuen uns schon jetzt auf den musikalischen Gast DJ MIKK – ein Vorreiter, der exemplarisch für den Thüringer Techno & House Sound der 90er Jahre steht.

2020
10.17

Unser langjähriger Begleiter Nicola Candelaria lieferte uns einen Mix mit 90 Minuten Länge. Eine Gesamtaufnahmezeit, die in den good old Rave-days in der Regel eine Kassette an Aufnahmekapazität hatte, bevor es Mp3 und beschreibbare CDs gab. Insoweit auch hier eine kleine Hommage an dieses Speichermedium, das gerade nicht nur im elektronischen Musik-Buiz wieder entdeckt wird, sondern genreübergreifend ist.

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2020
10.11

Live Performance von Speedy J auf der ersten Mayday zur „Rettung“ des Radiosenders DT64 in der „Halle“ Berlin Weissensee.

2020
09.29

Der klimatische und musikalische Wechsel von Sommer auf Herbst. Stimmungen und Momente einer unvergeßlichen Klaviernacht mit Harald Blüchel in Bildern eingefangen. Der Künstler schrieb uns: »… ich bin immer noch sehr von den Tagen in Jena bewegt und denke mit viel guten Gefühl auf sie zurück. Danke, Harald.«

Ein Dank geht auch an das TRAFO in Jena.
Bilder: ©Daniel Mauss 2020

2020
09.21

Die Vögel in den Bäumen singen Lieder, keine Musik aus den Boxen, kein kürzliches Heimkehren am Sonntagmorgen aus dem Club. Die Welt hat sich geändert – guten Morgen 2020. Statt des üblichen Sonntags-Post-Party-Programms sitze ich auf dem Balkon und schreibe diese Zeilen. Wohl genährt vom Frühstück mit der Liebsten und ohne Piepen im Ohr (vom Tinnitus). Es ist ruhiger geworden und ich finde das gut so.


Doch was ist eigentlich passiert? Ein Virus hat nicht nur die Welt durchgeschüttelt sondern auch die Musikszene. Gab es 2019 noch ein Überangebot an Raves überall, spielten DJ’s zu 4- oder 5stelligen Summen in riesigen Hallen oder Stadien, so gab es nun eine Bremse. Hart für diejenigen die alles auf diese Karte gesetzt haben. Und sicher möchte ich nicht aus meiner bequemen Situation heraus auf sie herab schauen und sie verhöhnen. Doch was ist wirklich essentiell im Leben? Ist es das Wochenendliche prokrastinieren im Club (egal ob vor- oder hinter dem Pult) um von den eigenen Baustellen im Selbst abzulenken? Oder ist es die Zuneigung im engen Kreis? Freunde, Familie und die Grundbedürfnisse? Selbsterfahrung und Freude? Oder gar die goldene Mitte von all dem?

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2020
09.11
Fotografie: Maximilian König

»Als DJ war man zu damaligen Zeiten weder überbezahlt noch berühmt. Ich fand die Vorstellung schlimm, als DJ irgendwann zu einem Handlungsreisenden zu mutieren.«

»Die Vita von Klaus Stockhausen ist facettenreich wie eine Discokugel«. So beginnt die Textpassage des spannenden Artikels + Interview mit dem DJ und Stylist Klaus Stockhausen, der in den frühen 80ern schon von Club zu Club reiste – im Dreieck Köln-Frankfurt-Amsterdam – um schliesslich im Underground-Populärclub FRONT in Hamburg zu landen. Prombt war er dann von 1983 an neun Jahre lang Resident-DJ und die musikalische Sprache des Clubs.
Es gibt viele Biografien über DJs in dieser Welt, doch keine fesselte uns so, wie jene Lebenslinien von Klaus Stockhausen. Es ist wie ein kleiner Roman eines neugierigen Menschen, der die Welt durch Musik definiert und für den der Gedanke an einen Bausparvertrag oder Eigentumswohnung, selbst nie eine Rolle gespielt hat.

Ata aus Frankfurt erinnert sich:
»Ich habe ihn sogar damals in der Frankfurter Diskothek NoName erlebt, einmal nur. Er war der erste „reisende DJ“ in Deutschland, sonst gab es meines Wissens nach keinen DJ, der von Club zu Club gefahren ist. Tolle Type! Bei der Maxi Who is Elvis ist er dann ausgestiegen, zu banal war dann die neue Techno Bewegung damals für ihn. Im Front habe ich selbst auch einmal aufgelegt, als Gast von Boris Dlugosch. Unglaublich die Atmosphäre in den Club und die DJ Kanzel war extrem geil.«


Wer tiefer in die damalige Zeit eintauchen möchte, dem seien diese zwei Compilations empfohlen, zusammengestellt vom Klaus & Boris Dlugosch:
Running-Back Mastermix pres. Front-Part-1 + Running Back Mastermix pres. Front-Part-2
Und hier das komplette Interview mit Klaus Stockhausen.

2020
08.12

Zeitsprung! Damals lief im ZDF die erste Doku über TECHNO namens LOST IN MUSIC. Bestandteil der Sendung waren auch Mitschnitte mit Sven Väth aus dem Omen Frankfurt. Beeindruckt hat uns damals schon Cosmic Baby, der als einer der ersten Techno Liveacts der Szene galt. Sein unverkennbarer Trance Stil prägte noch eine ganze Zeit die Tanzflächen der 90er. Wir freuen uns deshalb auf diesen ungekürzten 80 minütigen Livemitschnitt (Ton und Klangqualität sind zu verzeihen, Hauptaugenmerk liegt auf der Energie im Raum).

2020
08.11

2020
07.04

Armando Gallop (R.I.P.) – DJ und Musikproduzent mit kubanischen Wurzeln – zählte zu den Begründern der Acid-House-Szene in Chicago. Es gibt unzählige legendäre Mixe von ihm, nur dieser Acid Mix aus dem Jahr 1987 verkörpert für uns so ziemlich genau die damalige Energie. Aufgenommen in der legendären Radio Station WBMX in Oak Park, einem Vorort von Chicago. Acid in my House !!!!

2020
06.15


Im Rahmen des 30. Geburtstages vom Kassablanca Jena gibt es eine Interviewreihe, die einzelne Aktivisten der „ersten“ Stunde vorstellt. Christian Gesellmann befragte Thomas Sperling und herausgekommen ist ein amüsant tiefgreifendes Gespräch mit dem Thüringer Technovermittler:

Viele Kontakte zu DJs sind entstanden, weil ich die beim Feiern kennengelernt habe, oder im Hard Wax, einem Plattenladen in Berlin, bei dem wir uns samstags nach dem Clubbesuch oft mit neuer Musik eingedeckt haben, bevor wir wieder nach Hause fuhren. Ich bin dann mit einem Zettel voll Nummern in eine der Telefonzellen an der Post gelaufen zum Beispiel, und hab die abgearbeitet, hab in den Agenturen angerufen, um die Künstler zu buchen. 1994 hatte ich erst ein Telefon zuhause. Bis dahin ist das alles über das Telefon von irgendjemand gelaufen, oder halt über die Telefonzelle. Da kann dann auch keiner zurückrufen oder so. Das Booking von Jeff Mills hab ich aus einer Telefonzelle in Apolda gemacht.

Das komplette Interview ist hier nachzulesen >