2024
03.28


Der in Offenbach lebende Anthony Rother gründete seine erste Band 1988. Durch die Bekanntschaft mit Heiko Laux hatte Rother die Möglichkeit, seine erste Platte bei dessen Label Kanzleramt Records zu veröffentlichen.
In früheren Alben setzte sich Rother oft mit technologischen Phänomenen wie Biotechnologie und Hacking auseinander. Durch die Integration vocoderisierter Texte („Biomechanik, das Leben wird kodiert, Gefühle generiert, Natur perfektioniert“; in Biomechanik) und Zitate (z. B. einen Tagesschau-Bericht über Datendiebstahl; in Protektor) zeigt sich Rother ansatzweise technologiekritisch und stellt damit eine Besonderheit in der als hedonistisch und technologiebegeistert geltenden Techno-Szene dar.

Im Talk geht es um Making Of Stories, Inspirationen – seine Kraftwerk LP Favs dürfen da natürlich nicht fehlen –, seine Arbeitsweise, Releases der letzten Jahre und seine Hybrid Electro Sets. In der zweiten Stunde erwarten euch dann zwei exklusiven DJ-Sets mit Tracks aus früheren Anthony Rother-Produktionen. Eine wirklich gelungene Sendung!

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2024
03.27


Das Dorian Gray war in den 1980er und 1990er Jahren ein beliebter Nachtclub auf dem Frankfurter Flughafen in Frankfurt am Main, genauer gesagt in der Halle C des Terminals 1. Die Besitzer Gerd Schüler und Michael Presinger eröffneten den Club am 29. November 1978. Die Gestaltung des Nachtclubs kostete mehr als 2,5 Millionen Deutsche Mark und legte den Grundstein für den erfolgreichen Airport-Club. Der Name des Clubs stammt aus Oscar Wildes Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“. Aus diesem Grund blieb der Nachtclub in den Morgenstunden geöffnet, während der Rest des Flughafens geschlossen blieb. Bis zu 2500 Gäste tanzten auf drei Tanzflächen (Runningman, Studio 54 und Chillout) – Ende der 1970er Jahre zu Disco, Funk und Soul, später, seit 1984, zu elektronischer Tanzmusik wie EBM, House, New Wave und Techno – seit 1992 zu Black Music in dem kleinen Club. Berühmte DJs waren Sven Väth, Torsten Fenslau (R.I.P.), Ulli Brenner, Michael Münzing und Luca Anzilotti, DJ Dag, Talla 2XLC, Mark Spoon, Pascal FEOS u.v.m.

Der Nachtclub verfügte damals über ein spektakuläres Richard Long Sound-System-Design, bei dem große Lautsprecher mit JBL- und Gauss-Alnico-Basis verwendet wurden, die einen lauten und klaren Klang erzeugten. Das DJ-Equipment bestand aus Thorens und später ab Mitte der 1990er Jahre aus Technics-Plattenspielern.

Am 31. Dezember 2000 stellte der Nachtclub in Frankfurt seinen Betrieb ein. Die letzte Platte, die bei der Schließung gespielt wurde, war „Lovin‘ You“ von Minnie Riperton und wurde vom Resident-Deejay Ufuk in dem kleinen Club gespielt. Mehrere Jahre nach der Schließung des Nachtclubs waren die bemalten Eingangstüren noch mit dem Originalbild zu sehen. Im Januar 2008 wurde der bestehende Raum in Halle C zu einem Einkaufsbereich umgebaut :-(


2024
03.01


Somewhere in Detroit ist ein neuer Kurzfilm über Detroits größtes Musikerkollektiv, das Plattenlabel Submerge und UR (Underground Resistance). Die Mini-Dokumentation zeigt intime Einblicke in die eng verbundene Kooperative im Zentrum Detroits.
Roland Articles hat zudem eine ausführliche Geschichte mit dem Titel „Underground Resistance, Submerge and the Detroit Way“ veröffentlicht, in der Stimmen aus dem Dokumentarfilm zu Wort kommen, die die Themen mit einigen Anekdoten von früher & heute vertiefen.

Produced by ROLAND.
12 Minuten | USA 2024
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