2017
07.12

Jede Woche in den 90er am Samstagabend gab am zwei Stunden feinsten Techno-Hörgenuss auf BFBS Radio 1. Die Steve Mason Experience auf BFBS wurde vom Geheimtipp Anfang der 90er zur festen Institution. Zwei Stunden lang zelebrierte Steve die Welt der elektronischen Musik.

Er stellte neue Platten vor, die ihm gefielen. Es war nicht nur ein Style oder ein Genre. Von Breakbeats, über House in allen Variationen bis hin zu Hardtrance war alles möglich. Diese Offenheit machte die Show zu etwas besonderem. Und als ob das nicht genug wäre, gab es eigene Steve Mason Experience Show Jingles, die von Zeit zu Zeit zwischen zwei Tracks oder vor den wöchentlichen Mix geschoben worden. Die Jingles waren lustig, clever und von erstaunlich hoher Produktionsqualität.

Dass Steve auf Englisch moderierte und nach einer Stunde die BFBS News auf Englisch eingeschoben wurden, störte überhaupt nicht. Es gab dem ganzen ein besonderen Charme. Für viele wurde das Aufnehmen der Steve Mason Experience Show zum festen Ritual. Zwei Stunden hieß im Regelfall zwei 60er Kassetten. Alternative haben auch einige nur die Mixe aufgenommen, denn die Qualität der Mixe war überragend und die Auswahl der Tracks jedes Mal eine Freude.

Die Steve Mason Experience Show startete 1991 auf BFBS Radio 1. BFBS war (und ist) ein Radiosender für die in Deutschland stationierten britischen Truppen. Für den Namen Steve Mason Experience Show liess sich Steve von Mikey Dreads “Saturday Night Expierence“ inspirieren.
In den ersten beiden Jahren spielte Steve Mason britische Dance Charts und britischen Rave Sound. Der Mix war zu dieser Zeit noch sehr kurz (15-20 Minuten). Ab 1992 spielte er immer häufiger deutschen elektronischen Techno Sound. 1993 und 1994 waren die Jahre in der die Steve Mason Experience Show zu dem wurde, an das sich heute alle erinnern. Eine Mischung aus Acid, House, Techno und keine Angst vor Hardtrance/Goa Sounds. Die 45-60 Minuten langen Mixe – Steve Mason In The Mix – wurden zu einem dauerhaften Bestandteil.

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2017
01.12

Rüdersdorf/Woltersdorf, 1993/94. Gernot und Szary lernten sich in der Schule kennen und verfielen schon früh einer Musik, die bis dato nur im Underground funktionierte. Gernot: „Als ich den Schulhefter von Szary auf den Tisch des Musiklehrers sah, war ich erstaunt, das der Typ schon seinen Namen im Graffiti Tag schrieb und dachte „cooler Typ“.“

Liebevoll gemachte 75 minütige Dokumentation über zwei am Anfang ungleiche Kids, die ihre gemeinsame Liebe zu Techno entdeckten. Dieser Film gibt intime Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart der Musiker, Freunde und Wegbegleiter.
Einige Parallelen zu unserer ostdeutschen Vergangenheit in Thüringen konnten wir darin auch entdecken. Man könnte glatt sagen: bei uns war es ähnlich, denn Jugendliche aus dem Osten Deutschlands hatten aufgrund einer vorherrschenden Orientierungslosigkeit in der Gesellschaft eine besondere Energie und Enthusiasmus für diese Musik entwickelt. Leerstehende Farbikhallen boten dann nur noch den Nährboden zum Ausleben in dieser beschriebenen Musikkultur.

Danke Modeselektor und danke Holger Wick für das Bereitstellen dieser Doku.

2017
27.10

2017
06.10

2017
29.09

Wer damals ins Planet, Walfisch oder Bunker ging, kann sich noch ganz gut erinnern, wie dunkel und ekstatisch eine Nacht ablief. Strobos, Blitze und Schweiß waren ständige Begleiter und die Musik noch roh und unverdorben. Jetzt sind besonders lange und interessante Einblicke aus der damaligen Zeit als Videoclips aufgetaucht. Wir fragen uns die ganze Zeit, wer hat es solange ausgehalten, mit der Kamera auf der Tanzfläche zu verweilen und auf Aufnahme zu drücken…?

2017
11.08

„The Holy Grail of Electronic Music Documentaries“.
Turku, 1995. Jimi Tenor filmte einige Aufnahmen mit seiner 16mm Kamera und brachte auf einem VHS Tape die Doku „SÄHKÖ -THE MOVIE“ heraus. Jetzt kann man dieses seltene Filmdokument exklusiv bei Boiler Room anschauen. Nach dem diesjährigen Tod von Mika Vainio wirken die grobkörnigen Aufnahmen sehr radikal und wie aus einer anderen Welt. Alle damaligen Sähkö Artists und ihre z.T. neuartigen Klangforschungen sind in kurzen Einstellungen zu sehen. Zwanzig Jahre nach dem Release ist dieser Film noch immer ein wichtiges Zeugnis der damals aufkeimenden Technobewegung.

2017
07.08

Seit unserer diesjährigen Party im April sind einige Monate vergangen. In den Furchen unseres Aufnahmegerätes tauchte heute der fast 3-stündige Mind-Trip von Jana Clemen auf. Sie gestaltete den Anfang unseres Abends und legte gleich kräftig los. Dies war auch der Beginn einer unvergesslichen Nacht im Kassablanca Jena. Danke Jana!

2017
27.07

Ein sehr unterhaltsames Interview mit Mark Archer von Altern 8. Das Duo galt als Ikone der frühen Rave- und Hardcoreszene in Großbritannien. Im Podcast erzählt uns Mark einige lustige Stories über die frühere Beschaffenheit ihrer Raveklamotten sowie obskure Begebenheiten ausserhalb des Dancefloors. Checkt im selben Atemzug auch gleich mal die Vinylneuauflage ihrer früheren Tracks, die als 3fach Vinyl unter den Namen Full-on Mask Hysteria erschienen ist.

2017
24.07

Noch immer haben wir eine Träne im Auge und ein positives Säuseln im Ohr, wenn wir an den fulminanten Auftritt von Helmut Josef Geier im Keller des Tresors denken. Sein Label Gigolo feierte 20 jähriges Bestehen und er lud sich über 3 Tage Künstler von Damals und Heute ein. Selber ließ er sich es nicht nehmen, an zwei Abenden persönlich hinter den Decks zu stehen. Danke Helmut, danke Tresor! …

(und seht drüberhinweg, das das Set ein wenig übersteuert ist :-)

2017
03.07

In zwei Wochen erwartet uns ein echtes Riesen-Lineup an guten und alten Bekannten. Gigolo ruft zur „20 Years International Deejay Gigolo Records“ Party. Vom 13.07. bis 16.07.2017 wird im TRESOR + OHM gefeiert. Ein Wiedersehen mit Jonzon, The Hacker, Helmut Geier und dazu eine ganz besondere Überraschung Fischerspooner aus Chicago.

LIVE: Fischerspooner, The Trinity aka Johannes Heil, David Carretta, Steril, Hard Ton, Arnaud Rebotini (Black Strobe)

DJs: DJ Hell, Boys Noize, Anthony Rother, Acid Maria, The Hacker, Traxx, Electric Indigo, Terranova, Jonzon, Mick Wills, Romina Cohn, Fetisch, Dj Naughty, Kevin Gorman, Frank Muller aka Beroshima, Christian Prommer, Milch, Norman Methner, Mantu