2010
25.02

Im Kassablanca (Jena/D)
Irgendwann 1990/91

Oli Goldts RavestoryDer Sänger dieser Ost-Indie-Band war am Villengang im Jenaer Ur-Kassablanca als DJ zu Gast und legte Techno auf bzw. ein, die ganze Nacht – muss so 90/91 gewesen sein. Nur soviel schonmal: ich weiss noch wie ich total besoffen (da vorher schön bei Inge an der Bar saufi saufi) auf die Tanzfläche stürzte voll im Nebel und Strobo satt – haptisch und visuell war niemand auszumachen, aber da waren Umrisse. Da kroch sogar der Nebel ins alte Kassa Villengang Treppenhaus und man konnte seine Hand nur durch die Strobobefeuerung sehen. Wie auch immer, ich weiss nur noch, das wir ca. 5h (gefühlte 20h) so ’ne Mischung aus Pogo und Rhythmusspastik da veranstaltet hatten, ohne je den anderen zu berühren. Das Ende vom Lied: stocknüchtern – so das beim Blasen in’s Röhrchen der Fahrer auf der Heimfahrt nach Lobeda den Bullen bescheinigen konnte, quasi minus 0,8 Promille. Der Alk wurde komplett mechanisiert – zudem völlig dehydriert, keine Ahnung was da körperchemisch abgegangen ist – Schwitzen gegen Alk… you know.

Oli Goldts RavestoryIch fand das irgendwie skurril damals, da ich ja auch zu der Tech-No Fraktion gehörte. Aber irgendwie hatte das dermaßen gepasst an dem Abend. Es wurde schon ordentlich geballert, aber es hatte auch diese Mischung aus Deepness und Punkattitüde. Der Uwe Nils von Geyer welcher ja der Technotäter war, hatte wohl immer ordentlich eingekauft in Berlin. Rückblickend würde ich sagen, es lief alles von Jeff Mills so um die 140 bpm… merkwürdig war, das nix wirklich hängen geblieben ist von dem Feeling. Klar es war super, aber danach kein Technoflash bei mir – weiterhin Indie/Punk/Hardcore/Metal Konzerte only am Fließband. Erst Mitte der Neunziger erwischte mich die Trip-Hop Welle + Drum & Bass, Ambient samt IDM Rittlings. Als ich dann die ersten Phonoplatten von Herbert zu fassen bekam, verstand ich auch den Sinn der geraden Bassdrum endlich…

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